Bundeskonferenz 2018 am 6. und 7. Oktober in Potsdam

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  • 2. Oktober 2018

Vertreter*innen lokaler Verbünde von Migrantenorganisationen
aus ganz Deutschland denken Stadtgesellschaft neu

Bundeskonferenz 2018 des Bundesverbands Netzwerke von
Migrantenorganisationen am 6. und 7. Oktober in Potsdam

Berlin, 2. Oktober 2018. Am Wochenende (6./7. Oktober) treffen sich Vertreter*innen
von mehr als 530 migrantischen Vereinen aus ganz Deutschland in
Potsdam zur Bundeskonferenz 2018 des Bundesverbandes Netzwerke von
Migrantenorganisationen (BV NeMO e.V.). Ihr Thema: „Stadtgesellschaft neu
denken – lokale Verbünde stärken“. Die in Migrantenorganisationen aktiven
Teilnehmer*innen aus 24 Städten tauschen sich bei der Veranstaltung über ihr
Engagement in der Stadtgesellschaft und ihre Erfahrungen mit politischer und
gesellschaftlicher Mitsprache vor Ort aus – und machen damit deutlich: „Wir
sind die deutsche Zivilgesellschaft.“
Ziel der zum zweiten Mal stattfindenden Konferenz des BV NeMO: Anhand von
best practice-Beispielen und lokalen Erfahrungen entwickeln die rund 140
Teilnehmer*innen Ideen für eine neue Stadtgesellschaft, in der Menschen mit
Migrationserfahrung oder familiärer Migrationsgeschichte gleichberechtigt an
allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens teilhaben. In Zeiten von offenem
Rassismus und Menschenfeindlichkeit zeigen sie, wie friedliche Zivilgesellschaft
in einem modernen Einwanderungsland aussehen kann und sollte.
Eröffnet wird die Bundeskonferenz am 6. Oktober um 12 Uhr von Staatsministerin
Annette Widmann-Mauz (CDU). Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge
und Integration äußerte vorab:
„Migrantenorganisationen sind Sprachrohr und Brückenbauer für Begegnungen
zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Gerade diese persönlichen Kontakte helfen, Vorurteile zu überwinden. Damit
leisten die Migrantenorganisationen einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt
in Deutschland.“
BV NeMO-Vorsitzender Dr. Ümit Koşan:
„Für eine offene Stadtgesellschaft ist gleichberechtigte Teilhabe von Menschen
mit Migrationsgeschichte unverzichtbar. Wir reden über 20 Millionen Menschen,
die Teil dieses Landes sind. Dennoch sind sie nicht in den Entscheidungsgremien
der Gesellschaft repräsentiert – seien es Seniorenbeiräte, Stadträte
oder der Ausschuss für Stadtentwicklung. Ohne diese Beteiligung am alltäglichen
Leben ist die Zukunft der Stadtgesellschaft nicht gesichert.“
Auf der Konferenz wird in verschiedenen Formaten zu Themen wie Antirassismus-Arbeit,
Einwanderungsgesetzgebung oder stadtpolitische Gremienarbeit
für mehr politische Mitsprache gearbeitet.

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