Dialog über Perspektiven und Hürden für junge Menschen in Migrant*innenorganisationen

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  • 7. November 2019

Am Montag, 4. November 2019, trafen sich junge Vertreter*innen aus Migrant*innendachorganisationen mit der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz. Thema waren Perspektiven und Hürden bei der Partizipation junger Menschen mit eigener und familiärer Migrationsgeschichte. Zusammen mit Vertreter*innen anderer Dachverbände wie DaMigra, der Türkischen Gemeinde mit ihrer Jugendorganisation Young Voice TGD,  der Landesorganisation Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt LAMSA und dem Deutschen Bundesjugendring diskutierte Rudine Emrich vom BV NeMO-Projekt „wir sind viele – gegen rassismus und diskriminierung“  über die Probleme, die jungen Menschen aus Migrantenorganisationen die Teilhabe an Mitbestimmungsprozessen erschweren.

Einige waren sich die Jugendvertreter*innen darin, dass es auf vielen Ebenen an Empowerment für junge Menschen mit Migrationsgeschichte fehlt – trotz alltäglicher Diskriminierung und Rassismus, die junge Menschen zunächst vor allem im Bildungssektor beobachten und erfahren. Daher seien Empowerment-Angebote im Bereich Rassismus und Antidiskriminierung schon für Kinder und Jugendlichen dringend notwendig, so die Teilnehmenden. Gerade solche Angebote haben Migrant*innenorganisationen über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert – viele Projektanträge zu Empowerment wurden aber aktuell abgelehnt.

Junge Menschen sollten zudem innerhalb ihrer Organisationen stärker gefördert werden, so die Teilnehmenden. Bezahlte Praktika seien für Migrant*innendachverbände oft nicht finanzierbar –  aber über sie könnten sich junge Menschen professionalisieren und mit anderen vernetzen. Auch über die Möglichkeit eigener Jugendstrukturen innerhalb der Organisationen tauschten sich die Teilnehmenden aus.