Dortmund: Europaprojekt INSIST läuft beim VMDO e.V. an

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  • 28. Februar 2020

Der Dortmunder Verbundspartner VMDO e.V. ist Träger zahlreicher Projekte – ein neu gestartetes Europaprojekt läuft in diesem Jahr an. Beim neuen Projekt „Interkulturelle städtische Initiativen stärken“ (INSIST), das für drei Jahre aus Mitteln des EU-Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (EU-AMIF) gefördert wird, sind neben dem Bundesverband auch weitere Mitglieder aus Potsdam und in Halle (Saale) beteiligt. Diese Städte starten von Januar 2021 bis Juni 2022 mit der Idee, auf den Erfahrungen aus Dortmund aufzubauen, gleichzeitig soll das Projekt an die anderen Bedingungen vor Ort angepasst werden.

Worum geht es in INSIST? Der Name ist Programm: ,to insist on‘ bedeutet im Englischen: auf etwas bestehen, auf etwas pochen, beharren‘ – und genau das möchte das Projekt:  Die Arbeit von Migrant*innen zum guten Zusammenleben in der Stadtgesellschaft zeigen und neue Verbindungen zwischen Menschen und Vereinen mit und ohne Migrationsgeschichte aktiv knüpfen. Denn: Es gibt zahlreiche integrativ wirkende Migrantenvereine in Dortmund. Häufig finden sich bei Vereinen mit und ohne Migrationsbezug ähnliche Tätigkeitsfelder. Dennoch entstehen selten gemeinsame Aktivitäten und Projekte, auch dann nicht, wenn sie im selben Quartier und mit ähnlichen Zielgruppen engagiert sind. Hier möchte das Projekt Impulse geben und konkrete Unterstützung bieten, um Menschen und Vereine zusammenzubringen. Unter anderem sind folgende Aktivitäten geplant: verschiedene Vereins-Foren mit Themenschwerpunkten wie Jugend, Kultur, Elternvereine etc.; Einzelgespräche mit Vereinsvorständen und Multiplikator*innen; eine große Vereinsmesse; Vermittlung in passende Fortbildungen und Angebote der Engagementberatung; Einbezug der lokalen Politik und Verwaltung; Austausch mit bestehenden Initiativen.

Den Flyer zum Projekt INSIST gibt es hier zum Download.

Neuer Standort des Integrationsnetzwerks „lokal willkommen“ im Bezirk Innenstadt-Nord

Der VMDO übernimmt außerdem in Kooperation mit der Stadt Dortmund den Standort des Integrationsnetzwerks „lokal willkommen“ im Stadtbezirk Innenstadt-Nord. Die Zusammensetzung des Teams ist paritätisch, d.h. zwei Vollzeitstellen sind mit VMDO-  und zwei mit städtischen Mitarbeiter*innen besetzt.

Das Integrationsnetzwerk wurde von der Stadt Dortmund im Oktober 2016 initiiert, hat seitdem schrittweise Büros in den einzelnen Stadtbezirken geöffnet und auch überregional viel Anerkennung für seinen innovativen Ansatz erfahren. Dabei ist die Arbeitsweise ähnlich: Städtische Mitarbeiter*innen arbeiten jeweils in Tandems mit Mitarbeiter*innen von freien Trägern und Wohlfahrtsverbänden zusammen. Ziel der Büros ist es, sowohl für Geflüchtete und Migrant*innen als auch die lokale Bevölkerung einen wohnortnahen und niedrigschwelligen Anlaufpunkt zu bieten, Akteur*innen und Angebote zu vernetzen und Angebotslücken zu identifizieren.

Fachberatungsstelle Migrantenorganisationen

In diesem Jahr startet zudem die Fachberatungsstelle Migrantenorganisationen. Die Förderung einer solchen Servicestelle zur Engagementberatung von und für Migrantenorganisationen ist auf kommunaler Ebene einmalig und wird zunächst für sechs Jahre gefördert.

Neben den konkreten Angeboten an individuellen Beratungen, Begleitung, Workshops und Vernetzung wird die Fachberatungsstelle vor allem eine dauerhaft zugängliche Anlaufstelle sein. Ihre Engagementberatung soll sowohl junge Initiativen und neu gegründete Vereine in grundlegenden Fragen unterstützen als auch länger bestehenden Vereinen Impulse für ihre Weiterentwicklung geben. Damit geht die Fachberatungsstelle über die projektbezogenen und zeitlich begrenzten Angebote von House of Resources hinaus.

Neben diesen Projekten existieren außerdem unter anderem das Projekt ,House of Resources‘ (HoR) und das Projekt SOFIE –, Stärkung und Orientierung für Frauen in Integration und Erwerbsleben‘. Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten des Verbundpartners in Dortmund gibt es auf www.vmdo.de