Furcht und Frust bleiben zurück

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  • 14. Juli 2016
Es gilt, gemeinsam das Kraftpotential zu erkennen und auszuschöpfen.

Fulda – Kopf für Körper heißt es, salopp gesagt, in Fulda. In dem europäischen Projekt Mind4body geht es um die Ausbildung von Trainerinnen. Genauer gesagt begleiten Übungsleiterinnen mit Migrationsgeschichte  weibliche Flüchtlingen auf die Matte. Dort bleiben, wenn die Trainingseinheit optimal verläuft, Furcht und Frust abgearbeitet zurück.

Martina Möller Öncü nutzt das samo.fa Netzwerk.

Martina Möller Öncü nutzt das samo.fa Netzwerk.

Was macht nun das Projekt aus, dass es in vier Ländern Zuspruch findet. Zunächst einmal lässt es sich ohne tiefer gehende Sprachkenntnisse anwenden. Und im Gegensatz zu Yoga ist der meditative Ansatz, wenn überhaupt, untergeordnet. Das

Trainingskurse für den Körper als zentrales Instrument des Lernens.

Trainingskurse für den Körper als zentrales Instrument des Lernens.

Körper-orientierte Training wird, so der anvisierte Effekt, bei der Auf- und Abarbeitung krisenhafter Zustände helfen. Der Körper wird zum zentralen Instrument des Lernens und der persönlichen Entwicklung. So lässt sich der klassischen Zwickmühle vorbeugen, in der sich oft geflüchtete Frauen gefangen sehen. So verarbeiten sie leichter die kulturellen Unterschiede, Diskriminierung, sprachliche Hürden und unverarbeitete Traumata.

„Wir nutzen samo.fa, um über das Netzwerk das schon angelaufene mind4body auf weitere Migrantenorganisationen zu verteilen“, erläutert Martina Möller Öncü aus dem Vorstand des ikf Fulda. Der Ansatz soll jedoch nicht nur lokal auf den Raum Fulda beschränkt bleiben, „denn wenn die ersten Trainerinnen ausgebildet sind, können diese Deutschland-weit gebucht und eingesetzt werden. Das gilt nicht natürlich besonders auch für unsere samo.fa Partner.“

Auch künstlerische Gestaltung gehört dazu.

Auch künstlerische Gestaltung gehört dazu.

 

Drei Monate dauert die Ausbildung zur Trainerin, die sich allerdings auf zwei Jahre verteilen. Melek Oelmez ist einer der vier Trainerinnen, die alle Aktive des IKF in Fulda sind. Im März diesen Jahres fand das erste Ausbildungsmodul in Oberlesbach statt. Schon während der Ausbildung geht es in die Praxis. „Nach der Sommerpause fängt die erste Trainingseinheit an. Flüchtlinge mit einem gültigen Status sind natürlich herzlich willkommen“, freut sich Melek Oelmez. Im September 2017 wird die Ausbildung der derzeit vier „Schülerinnen“ beendet sein. Dann setzen sie dank ihrer erworbenen Methoden mit anderen Frauen das Gelernte in vollem Umfang um. Deutschlandweit.

 

 

 

This project has been funded with support from the European Comission.

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