Gremienarbeit des Bundesverbandes Netzwerke von Migrantenorganisationen

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  • 30. September 2019

Derzeit wird der BV NeMO vermehrt angefragt, sich in verschiedenen gesellschaftlichen Gremien zu beteiligen.

Anfragen kommen zum Beispiel aus dem Bundeskanzleramt zum Thema „Arbeitsmarktintegration“, als Einladung zur Fachtagung des Bundeselternnetzwerks der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt)  zum Thema „Institutionalisierung der Zusammenarbeit mit Eltern im interkulturellen Bildungskontext“ oder aktuell zur 2. Jahreskonferenz des Dachverbandes der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland.

Die meisten Einladungen hat der Bundesverband aber derzeit im Rahmen der Novellierung des Nationalen Aktionsplans Integration (NAP-I). Die Bundesregierung initiierte im Jahr 2018 die Neufassung des NAP-I. Dabei sollen die verschiedenen Phasen der Zuwanderung und Integration in Deutschland neu beleuchtet und Maßnahmen zur Unterstützung der Integration entwickelt werden.Den Bundesministerien wurden einzelne Themenbereiche zugeordnet. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat zum Beispiel unter anderem die Federführung für das Themenforum „Politische Bildung und Partizipation in Parteien und Gremien“, das wiederum von der Bundeszentrale für politische Bildung betreut und durchgeführt wird.

Die Mitglieder unseres geschäftsführenden Vorstands (gfV) nehmen im Namen des gesamten NeMO-Vorstands sowie einige hauptamtlichen Mitarbeitenden an den Sitzungen teil. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Themenbereiche und die aktuellen Zuständigkeiten:

 

Nr. Thema Zuständigkeiten
1 Migration und Entwicklungszusammenarbeit Elizabeth Beloe / Josefine Jochum
2 Bildung und Ausbildung als Grundstein Cemalettin Özer
3 a) Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt

b) Integration vor Ort

Ümit Koşan
4 Kultur Rolf Graser /Josefine Jochum
5 Politische Bildung und Partizipation in Parteien & Gremien

 

Peyman Javaher-Haghighi

 

6 Antidiskriminierung und Maßnahmen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Sara Djahim / Brigitte Lawson /Cemalettin Özer
7 Ländliche Räume Cemalettin Özer /Elizabeth Beloe

 

 

Die Mitglieder des gfV und Mitarbeitende bringen ihr Fach- und praxisorientiertes Erfahrungswissen aus den BV NeMO-Verbünden in die Sitzungen ein. Die Teilnehmenden der Gremien treffen sich in festgelegten zeitlichen Abständen und diskutieren die jeweilige Fragestellung oder be- und erarbeiten schriftliche Vorlagen. Beispielsweise ist es wichtig, im Themenforum „Kultur“ der Beauftragte des Bundes für Kultur und Medien (BKM) zu verdeutlichen, dass der BV NeMO Teil dieser „Bearbeitungsgruppe“ sein muss. Es darf kein Papier ohne die Stimme eines oder mehreren Migrant*innenorganisationen oder deren Dachverbände entstehen.

Die verschiedenen Qualifikationen und Expertisen der Verantwortlichen in den Gremien haben auch Vorteile für den BV NeMO-Vorstand selbst. Denn: Sie verbessern die Konsensfindung und damit die inhaltliche Qualität unserer Verbandsarbeit, da durch die Verteilung der Gremienarbeit auf verschiedenen Personen aus verschiedenen Verbünden und Bereichen fachlich und politisch sehr unterschiedliche Gesichtspunkte eingebracht und diskutiert werden.

Darüber hinaus engagiert sich NeMO u.a. in folgenden weiteren Gremien:

  • Eine Welt-Promotor*innen-Programm
  • Koordinierungsstelle „Utopolis – Soziokultur im Quartier“ (Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren)
  • Netz gegen Rassismus(Koordinierungsstelle Deutscher Gewerkschaftsbund DGB)
  • Integrationspolitischer Dialog mit Migrantenorganisationen im Kanzleramt
  • NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge (DIHK)
  • Migrationsberatung 4.0 – Beratung für neuzugewanderte Arbeitssuchende und Arbeitnehmende aus Polen, Rumänien und Bulgarien in den digitalen und sozialen Medien
  • Bundeselternnetzwerk

Vorteile von der Gremienarbeit

  • Verpflichtung, die übernommenen Aufgaben anzugehen und voranzutreiben
  • Sichtbarkeit der Expertisen innerhalb der BV NeMO-Strukturen und -Verbünden
  • Einbringen der migrantischen Perspektiven in den Gremien
  • attraktive Öffentlichkeitsarbeit
  • Lobbyarbeit

Was erwartet der BV NeMO von der Zusammenarbeit in den Gremien?

  • Dass sich die Situation von Migrant*innen in Deutschland verbessert
  • nachhaltige Veränderungen in Richtung „Willkommens- und Anerkennungskultur“ in der Gesellschaft
  • Verbündete finden für eine diskriminierungskritische Stadtgesellschaft
  • Strukturiertes, transparentes, konstruktives, strategisches und effizientes Arbeiten, Definition von Schnittmengen mit anderen Kooperationspartner*innen
  • Schaffen von neuen Netzwerkstrukturen
  • offene, vertrauensvolle Arbeitsbasis der Zusammenarbeit
  • gegenseitige Unterstützung, aber auch offene und kritikfreudige Kommunikation
  • transparente Kommunikation nach außen
  • gute Vernetzung auf Landes- und Bundesebene
  • guter und regelmäßiger Erfahrungsaustausch (über Erfolge und Lösungssuche bei Herausforderungen und Problemstellungen)