Internationale Konferenz in Fulda: Nachhaltige Integrationsarbeit

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  • 18. Oktober 2019

Bei unserem Verbundspartner „mittendrin! e.V. Bündnis für kulturelle Vielfalt und Teilhabe in Fulda“ trafen sich am Freitag, dem 18. Oktober, Expert*innen aus dem EU-Projekt „International  Networks for Migrants“ zur Zwischenkonferenz in Fulda. Die Fuldaer*innen  arbeiten zusammen mit Partnerorganisationen aus dem italienischen Campobasso und der griechischen Hauptstadt Athen in dem Projekt, das die Erfahrungen mit neuer Migration in den drei Ländern zusammenbringen will.

Bei der Fuldaer Konferenz ging es insbesondere um die nachhaltigen Integrationsansätze und –projekte, die von unterschiedlichen Partner*innen in Deutschland im Rahmen des BV NeMO-Projekts samo.fa gesammelt wurden. Der Saarbrückener Verbund Haus Afrika stellte seine verschiedenen Bildungsinitiativen vor – von offenen Sprach- und Kreativangeboten bis zu erlebter Demokratiebildung für Jugendliche. Beim Freiburger samo.fa Partner Fairburg haben Geflüchtete eine eigene Radiosendung und füllen sie in unterschiedlichen Formaten und Sprachen mit ihren Themen – was nicht nur Sprach- und Medienkompetenz schult, sondern auch sowohl die Autor*innen als auch die Freiburger Stadtgesellschaft darin bestärkt, verschiedene Perspektiven in die Planung von Politik und Gesellschaft einzubeziehen. Wie die Zivilgesellschaft durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen und Berufsschulen Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit bringen kann, präsentierte der Stuttgarter Koordinator Jacopo Mancabelli vom Forum der Kulturen in Stuttgart. Partizipation und gleichberechtige Teilhabe sind der Schlüssel für ein funktionierendes respektvolles Zusammenleben und ein gutes Ankommen der Neubüger*innen – das machte der abschließende Vortrag aus dem samo.fa-Projekt Fulda deutlich: Wie in sehr vielen samo.fa-Städten engagieren und organisieren sich auch hier Menschen, die neu nach Deutschland geflüchtet sind, ehrenamtlich für andere: Damit erreichen sie zum einen Menschen, die neu angekommen vor rechtlichen und/oder sozialen Hürden stehen, und entwickeln aus dieser zugewandten Perspektive  Lösungsstrategien. Zum anderen profitieren auch sie von der selbstorganisierten Teilhabe, da diese Erfahrungen in Arbeitswelt und Gesellschaft verschafft – die durch sie wiederum neue Perspektiven gewinnt: Eine win-win-Situation.

Die Präsentationen gibt es hier zum Download.