Internationale Organisation für Migration besucht Haus der Vielfalt

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  • 9. Oktober 2019

Vertreter der internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen waren mit ihrem Familienunterstützungsprogramm (FAP) zu Gast bei unserem Dortmunder Verbund VMDO im Bildungswerk Vielfalt. Gestern und heute informieren Majd Agha Ali und Fariq Saimeri aus Berlin Berater*innen und Familien  zum Thema Familiennachzug für schutzberechtige Geflüchtete. Ziel des vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts ist es, den Prozess der Familienzusammenführung zu beschleunigen, indem die IOM die Unterlagen der Antragssteller*innen z.B. in der Türkei oder im Libanon im Vorfeld eines Termins bei den dortigen deutschen Auslandsvertretungen prüft und bei Härtefällen medizinische Gutachten ausstellt. „Inzwischen beträgt die Wartezeit auf einen Botschaftstermin für die Familienangehörigen etwa 18 Monate“, sagt  Majd Agha Ali, „Härtefälle und unbegleitete minderjährige Geflüchtete priorisieren wir bei der Terminvergabe.“ Die Entscheidung über das Visum liegt aber nicht in den Händen der IOM, betont Ali. „Wir helfen mehrsprachig dabei, alle Unterlagen zusammenzustellen, einzureichen und die Terminvergabe zu koordinieren.“

Ins Leben gerufen wurde das Programm 2016, um Geflüchtete umfassend zu beraten und das Verfahren der Familienzusammenführung von Asylbewerber*innen zu beschleunigen.  Seit dem 1. August 2018 ist außerdem der bis dahin ausgesetzte Familiennachzug von engsten Familienangehörigen zu subsidiär Schutzberechtigten wieder möglich: Geflüchtete, die vorher Anträge gestellt haben, brauchen  neue Antragsnummern und so weiter – professionelle Beratungen für Familien sind somit umso wichtiger geworden. Die Flüchtlingsberater*innen vom Bildungswerk Vielfalt des VMDO haben im Zuge ihrer Beratung regelmäßig Kontakt mit der IOM.

In Dortmund  nahmen Familien das Angebot der direkten Beratung dankend an: Gestern kamen rund 30 Familien aus unterschiedlichen Städten ins Haus der Vielfalt, um den Experten Fragen zu stellen und sich individuell beraten zu lassen. Am 2. Tag  gaben die Experten noch einmal Berater*innen in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit Informationen zum Verfahren des Familiennachzugs.

Mehr Informationen zur IOM gibt es hier.