Migranetz Thüringen über die Situation geflüchteter Menschen in Gemeinschaftsunterkünften

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  • 14. Mai 2020

Migranetz Thüringen wendet sich in einem Offenen Brief an Dirk Adams, Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz sowie an die Oberbürger*meisterinnen der kreisfreien Städte und Landrät*innen. Darin fordert das Landesnetzwerk, geflüchtete Menschen in den Thüringer Gemeinschaftsunterkünften und in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Corona-Krise nicht zu vergessen.

In der „Welle der Solidarität und guten Aktionen“ sei diese Gruppe „fast unsichtbar geworden“. Die Einhaltung der verhängten Schutzmaßnahmen, wie z.B. die Abstandsregelungen sei in Gemeinschaftsunterkünften, wo sich weiterhin mehrere Bewohner*innenein Zimmer teilen müssen und Küchen und Sanitärräume gemeinsam genutzt werden, kaum praktikabel.

Bewohner*innen müssten daher so untergebracht werden, dass sie die Abstandsregeln einhalten können. Genauso müsste überprüft werde, wie Risikogruppen durch geeignete Maßnahmen in den Unterkünften geschützt werden können. Insbesondere die Möglichkeit der dezentralen Unterbringung von Familien und Risiko-Gruppen müsse sofort überprüft und Kinder und Jugendliche sozial- und pädagogisch betreut und begleitet werden.

Der offene Brief ist in voller Länge hier zu finden.