MOiN beim 3. Fränkischen Asylgipfel in Nürnberg

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  • 10. November 2019

Unter dem Motto „Nach uns die Sintflut?!“ fand am 9. November der 3. Fränkische Asylgipfel in Nürnberg statt. Mit dabei war auch der Verbundspartner Migrantenorganisationen in Nürnberg (MOiN) e.V., um über die Themen Humanität und Fluchtursachenbekämpfung zu diskutieren. MOiN ist Mitglied von PAHN, der Politischen Arbeitsgemeinschaft Helferkreise der Region Nürnberg.   Seit 2015 finden die Oberbayerischen Asylgipfel der Helfer- und Unterstützerkreise statt. Hier wird hier vor allem die Arbeit aufeinander abgestimmt, gemeinsame Handlungsempfehlungen entwickelt und praxisnahe Impulse gegeben, um die Ehrenamtlichen in den Helferkreisen zu stärken und zu motivieren und ihre Arbeit vor Ort zu erleichtern.

Zentrale Forderungen des  Gipfels: Die vernetzten Asylhelfer*innen fordern eine  Ausbildungs-und Arbeitserlaubnis für JEDEN, also auch für alle Asylsuchende und geduldete Geflüchtete – ganz im Sinne des bayrischen Leitgedankens „eine lebens- und liebenswerte Heimat für alle Menschen im Freistaat und gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen.“ Dieser Satz soll unbedingt in die Tat umgesetzt werden, fordert die Arbeitsgemeinschaft.

Zudem soll Genitalverstümmelung als Fluchtursache anerkannt werden. Auch in Bezug auf Seenotrettung von Geflüchteten und den Umgang mit den Retter*innen sowie zu Abschiebungen und gegen den Nürnberger Abschiebeflughafen wurden Forderungen entwickelt. „Eine Stadt mit einem Abschiebeflughafen kann sich nicht mehr mit der Bezeichnung „Stadt der Menschenrechte“ schmücken“, schreiben die Verfasser*innen des Forderungskataloges.

Alle Details des Forderungskataloges  stehen hier. Weitere Ergebnisse des Gipfels gibt es hier.