„Normalfall Mehrsprachigkeit“ des moveGLOBAL e.V. gemeinsam mit der Stiftung Topographie des Terrors zum Internationalen Tag der Muttersprache

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  • 29. Februar 2020

Am Internationalen Tag der Muttersprache (22. Februar) lud moveGLOBAL e.V gemeinsam mit der Stiftung Topographie des Terrors zur Veranstaltung „Normalfall Mehrsprachigkeit“ ein: Warum ist Mehrsprachigkeit und Muttersprache ein Thema für einen historischen Lernort, der sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzt?

Mehrsprachigkeit ist ein wertvolles Merkmal unserer gesellschaftlichen Vielfalt. Doch wie gehen wir mit dieser Sprachenvielfalt um? Durch ein mehrsprachiges Angebot an Führungen, Workshops und Audioguides ist das Dokumentationszentrum „Die Topographie des Terrors“ bemüht, den Bedürfnissen seines meist internationalen Publikums gerecht zu werden.

Denn das Recht auf kulturelle Teilhabe ist ein hohes Gut, und Sprachbarrieren abzubauen ist ein wichtiger Schritt dahin, den Zugang zu kultureller Bildung zu öffnen und damit Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Menschen, die in Deutschland leben oder hier aufwachsen, deren Muttersprache jedoch nicht nur Deutsch ist, sollen Wertschätzung erfahren, indem ihre Mehrsprachigkeit anerkannt und in Kulturangeboten, wie dieser berücksichtigt wird.

Nach der Begrüßung durch Maimouna Ouattara und Murat Akan, folgten Impulse von Marita Orbegoso Alvarez, AG Mehrsprachigkeit Pankow-Leiterin Projektleiterin Migra Up und Mohcine Ait Ramdan, M.A., Ludwigs-Maximilian-Universität, Institut für Deutsch als Fremdsprache (DaF) und Institut für Grundschulpädagogik. Die beide Referent*innen befassten sich mit der Frage, wie Mehrsprachigkeit als Motor der Teilhabe dienen kann und wie bessere Bildungsangebote zugänglich gemacht werden können.

Außerdem diskutierten die mehrsprachigen Bildungsreferent*innen der Ausstellungen über die jetzige und zukünftige Rolle von „Mehrsprachigkeit in der historisch-politischen Bildungsarbeit an NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren“.

Eines ist klar: Dieses Thema wird uns lange beschäftigen!