samo.fa-Bundesdialogkonferenz in Halle: Angekommen? Teilhaben jetzt!

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  • 24. September 2019

Am 20. und 21. September trafen sich im Stadthaus Halle (Saale) Aktive aus den 34 Städten des BV NeMO-Netzwerks samo.fa (Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit), um sich mit Expert*innen aus Politik, Verbänden und Wissenschaft auszutauschen.

Ein zentrales Ergebnis der Konferenz mit rund 120 Teilnehmer*innen: 2019 sehen sich alle samo.fa- Städte als Einwanderungsstädte und Migrantenorganisationen (MO) als unverzichtbare Partner für ein respektvolles Zusammenleben. Denn: Der lokale Ansatz nah am Alltagsleben der Menschen mit Fluchtgeschichte, den unsere Aktiven aufgrund ihrer eigenen Migrationsbiografie und der in MOs gebündelten Expertise in Integrationsfragen leisten können, hat sich bewährt. Das hob auch Dr. Claudia Martini vom Arbeitsstab der Bundesintegrationsbeauftragten hervor. Der Hallenser Verbund VeMO zeigte im Programmblock „Halle als Beispiel“ eindrucksvoll, wie vielfältig Teilhabe-Arbeit ist – von berufsnahen Sprachkursen über Gesundheitslots*innen bis zu Vereinsgründungen von Geflüchteten.

Zugleich zeigte die Fachgruppenarbeit auf der Konferenz: Auf dem Weg in den neuen Alltag gibt es für Menschen mit Fluchtgeschichte weiter Hürden. Es fehlt an Wohnraum, ihnen begegnen Rassismus und Diskriminierung, es entstehen neue Bedarfe durch zum Beispiel unbehandelte Traumata oder veränderte Familienzusammenhänge. Auch die Arbeit in strukturschwachen Gegenden war ein bestimmendes Konferenzthema, insbesondere für Ostdeutschland. 2019 hat samo.fa mit Erfurt, Güstrow und Weimar drei neue ostdeutsche Städte aufgenommen, um die erfolgreichen Ansätze hier stärker zu etablieren. Mehr über die Konferenz hier