Viel Interesse an künstlerischer Auseinandersetzung mit Vielfalt

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  • 22. März 2018

Mehr als 50 Bildungsbündnisse bewerben sich mit interkulturellen Projekten im neuen Förderprogramm „InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur“ des Bundesverbandes Netzwerke von Migrantenorgansationen e.V. (NeMO)

Das im Januar gestartete neue Kultur-Projekt des Bundesverbandes NeMO stößt auf viel Interesse: Mehr als 50 lokale Bündnisse für Bildung haben sich seit Anfang des Jahres zusammengeschlossen und sich mit gemeinsamen interkulturellen Projekten bei „InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur“ beworben. „Wir freuen uns, dass unser interkultureller Ansatz auf so viel Anklang stößt“, sagt Projektleiterin Tülay Zengingül. „InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur“ ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgelegten Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das außerschulische Bildung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen fördert.

Mit BV NeMO e.V. ist erstmals ein herkunftsübergreifender migrantischer Verband am „Kultur macht stark“-Programm beteiligt. Der Dachverband vereint säkulare Netzwerke von Migrantenorganisationen, in ihnen sind Menschen aus etwa 70 Herkunftsländern vernetzt.

Innerhalb von „InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur“ werden interkulturelle Projekte mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen von Streetart, Performance, Hiphop bis zum klassischen Theater oder Bildhauerei gefördert. Sie werden von Bündnissen aus Vereinen und Bildungsinstitutionen geplant und umgesetzt, in denen mindestens ein Partner eine Migrantenorganisation ist. „Die Projekte und die aus ihnen entstehende Kunstformen sollen die Vielfalt der Menschen in ihren Lebensrealitäten widerspiegeln“, sagt Tülay Zengingül. „Das ist zum Beispiel die künstlerische Auseinandersetzung mit der Migrationsgeschichte der Eltern, der eigenen Fluchtgeschichte oder auch mit dem Leben in einer vielfältigen Nachbarschaft.“

Die geförderten Projekte richten sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte. „Durch die künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt lernen Kinder ihre Vielfalt als Stärke wahrzunehmen“, sagt Zengingül. „Und als starke Persönlichkeit bieten sich ihnen neue Möglichkeiten zur Teilhabe an Kultur, Bildung und Gesellschaft.“

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Kontakt
Tülay Zengingül
0231 28678756 / t.zenginguel@bv-nemo.de