Gründungsdatum

Gegründet wurde der  Bundesverband am 17.09.2015 in Dortmund und ist seit dem 22.01. eingetragen im Vereinsregister.

Gründungsmitglieder

Die Gründungsmitglieder bestehen aus 8 lokalen Verbünden aus 6 Bundesländern. Diese sind Forum der Kulturen e.V. aus Stuttgart, IKB e.V. Haus der Kulturen Lübeck, Brücke der Kulturen Hildesheim e.V., Verband der Migrantenorganisationen Halle (Saale) e.V., VMDO e.V. aus Dortmund, MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V., Raum der Kulturen Neuss e.V. und moveGLOBAL e.V. aus Berlin.

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlungen finden jährlich rotierend bei unseren Mitgliedern in ganz Deutschland statt. Hier werden die Berichte und das vergangene Jahr abgesegnet, der alte Vorstand entlastet und der neue gewählt. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus 3 Mitgliedern, der erweiterte Vorstand besteht aus bis zu 7 Mitgliedern. Die Bundesvorstandssitzungen finden in der Regel alle 2 Monate rotierend im Hause unserer Mitgliedsverbünde statt. Jeder Verbund darf einen Kandidaten für die Wahl des erweiterten Vorstands benennen. Vorstandssitzungen sind intern offen, alle Mitglieder können einen Vertreter zur „offenen“ Vorstandssitzung schicken. Alle Verbünde sollen sich in der strategischen und operativen Arbeit des Bundesverbandes einbringen können.

Geschäftsstelle

Der Bundesverband hat eine Hauptgeschäftsstelle eingerichtet und einen Geschäftsführer bestellt.

Fachbeirat

Der Fachbeirat hat die Aufgabe, den Vorstand und die Geschäftsführung bei Bedarf zu beraten. Sie setzt sich aus bundesweit relevanten Fachexperten und entsprechenden Vertretern der Gesellschaft und Politik zusammen.

Fachkreise

Die Fachkreise setzen sich aus themabezogenen Fachleuten, vornehmlich aus den NEMO Mitgliedsverbünden, zusammen. Sie haben die Aufgabe, in wiederkehrenden Sitzungen themabezogen sowohl Arbeitsprogramme zu entwickeln als auch Stellungnahmen und Positionen für den Bundesverband zu erarbeiten.

NEMO stellt sich vor

NEMO ist ein bundesweiter Verband lokaler Verbünde und lokaler Dachverbände von Migrantenorganisationen. Migrantenorganisationen nehmen am demokratischen Leben in der Bundesrepublik Deutschland teil; sie fördern die soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Teilhabe von in Deutschland lebenden Menschen, die selbst Migrationserfahrungen gemacht haben oder aus Familien mit Migrationsgeschichte stammen. NEMO vertritt die Überzeugung, dass es erforderlich ist, sich in den Kommunen bzw. Regionen zu engagieren, um die sozialen und kulturellen Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte und deren bürgerschaftliches Engagement wirksam zur Geltung zu bringen.

Lokale Verbünde von Migrantenorganisationen sind hierfür eine neue und moderne Form, wenn sie auf der lokalen Ebene gemeinsam, die jeweilige Herkunft übergreifend, säkular und parteipolitisch neutral für die sozio-kulturellen Belange von Migrantinnen und Migranten vor Ort tätig werden. Verbünde dieser Art sind von erheblicher Bedeutung für eine entwickelte Einwanderungsgesellschaft wie Deutschland. In ihnen schließen sich zahlreiche Migrantenorganisationen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund, aber gemeinsamen Grundhaltungen zusammen. Sie eint, dass für ihre Mitglieder die Städte, in denen sie leben, arbeiten und sich engagieren, ihre neue Heimat sind. Hier erwarten sie gleichberechtigte TEILHABE, sie sind Teil der städtischen Gesellschaft und engagieren sich dort für ihre Interessen, die große Schnittmengen mit den Zukunftserwartungen und Wünschen aller Bürgerinnen und Bürger haben.

Städtische Politik wird diese Verbünde, wo dies noch nicht der Fall ist, als Partner Wert schätzen lernen, weil sie ihre besonderen Interessen, die aus der Lage von Menschen mit Migrationshintergrund entstehen, in das städtische Ganze einbringen, auch in Auseinandersetzungen, aber stets mit dem Ziel eines guten Zusammenlebens in Anerkennung und Würde für alle. Lokale Verbünde von Migrantenorganisationen werden für eine gute Ausgestaltung der Einwanderungsgesellschaft Deutschland zunehmend wichtiger sein; insofern sind sie auch von landes- und bundespolitischer Bedeutung.

Hier sieht der Bundesverband NEMO seine vier zentralen Aufgaben:

  1. in die Bundespolitik und zu den zuständigen Ministerien und Institutionen hin nachdrücklich die lokalen Erfahrungen mangelnder Teilhabe zur Geltung zu bringen und auf Abhilfe zu drängen,
  2. sich für gute und förderliche Rahmenbedingungen für die Arbeit lokaler Verbünde einzusetzen und
  3. den Erfahrungs- und Know-how- Austausch und deren gemeinsame Entwicklung voranzubringen, damit alle Verbünde immer besser werden, und
  4. für die Gründung weiterer Verbünde auf lokaler Ebene zu werben, damit sie eines Tages flächendeckend vorhanden und nicht mehr wegzudenken sind.

Organigramm des Bundesverbandes

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken

Merkmale

Herkunfts- und Kulturübergreifend

Die Mitglieder des Verbunds sind lokale Verbünde von Organisationen verschiedener Herkunft und Kulturen. Innerhalb der lokalen Verbünde und des Bundesverbandes arbeiten sie herkunfts- und kulturübergreifend.

Säkular

Der Verband ist säkular, also nicht religiös gebunden oder religiös tätig. Dies gilt auch für die lokalen Verbünde, unabhängig von dem Charakter der einzelnen dort mitarbeitenden Organisationen.

Neutral

Der Bundesverband und die lokalen Verbünde sind parteipolitisch neutral und unabhängig von Regierungen oder Parteien der Herkunftsländer.

Demokratisch

Der Bundesverband und die lokalen Verbünde sind demokratisch. Dies gilt sowohl für ihre aktive Haltung zur Gesellschaft als auch für ihr internes Leben.

Partizipierend

Der Bundesverband und die lokalen Verbünde sind in ihren Aktivitäten auf das Leben in Deutschland als Einwanderungsland bezogen. Die lokalen Verbünde mischen sich aktiv in kommunale Angelegenheiten ein. Gleichberechtige Teilhabe ist das zentrale Ziel der Verbünde und des Verbandes; Teilhabe ist zugleich das Prinzip, das auch für die eigenen Aktivitäten gilt.